01 Jun '21

Brüsseler Ring

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door Koen Demarsin
Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs baute die Armee eine große Linie von Verteidigungsbunkern zwischen Koningshooikt und Wavre und von dort in einem großen Bogen unter dem Sonienwald (Zoniënwoud) durch das Pajottenland nach Ninove.

Hinter der Bunkerlinie befand sich ein Telefonnetz mit regelmäßigen und an strategischen Punkten kleineren Bunkern, von denen aus sich die Soldaten gegenseitig informieren konnten. Sie verliefen tief ins Land nach Vossem, Overijse oder Huldenberg, wodurch die gesamte Verteidigungslinie an manchen Stellen bis zu 8 km breit war. Brüssel war geschützt, aber die deutschen Truppen suchten und fanden ihren Weg durch und entlang der Linie. Die Angreifer setzten ihren Vormarsch im Süden fort und ließen die Bunkerlinie weitgehend ungestört. Der anschließende Rückbau der Bunker war weniger einfach. Deshalb wurden sie in der Regel zugemauert. Oft blieben sie jahrzehntelang stehen, manchmal auffallend sichtbar und nicht sehr subtil in der Landschaft, was seltsam ist, denn sie sollten ja eben unsichtbar bleiben, indem sie sich in ihre Umgebung einfügten.